Alltag mit einem Samojeden

Samojede

Der Morgen beginnt mit einer kalten Samojeden-Nase, welche sich zärtlich in dein Gesicht drückt. Falls dann noch keine Reaktion erfolgt wird die Nase energischer und schubst dich etwas unsanft. Wenn man immer noch denkt, bei reaktionslosem Zustand gäbe es dann schon wieder Ruhe kennt man die Samojeden nicht. Keine Reaktion reizt noch mehr und sie beginnt laut und sehr deutlich ihr HUHUHU in den Raum zu schmettern! So nun sind wohl alle wach und können endlich die gewünschten Streicheleinheiten verteilen – und zwar so lange – bis der Hund wieder einschläft!!!!

Samojede Udin

Da wir wenn wir schon wach sind dies in der Regel auch bleiben wird halt aufgestanden – für Udine jedoch ist jeder Zeitpunkt viel zu früh, sie fühlt sich nun völlig entspannt und möchte noch etwas schlafen und lässt uns in der Zwischenzeit mal frühstücken.

Nun aber ist sie wach und was dies bei einem Samojeden bedeutet lernt man sehr schnell:Anziehen! Hopp hopp und an die Leine! Es geht nach draussen zum Spielen, Rennen, Necken und vor allem Mäusefangen. Und genau die sind ja überall, zumindest für einen Samojeden und weniger für uns Menschen – aber wir riechen schliesslich auch nicht in den Dimensionen der Hunde. Nachdem genug getobt wurde (obwohl es nie wirklich genug sein kann) geht es wieder langsam Richtung Höhle, denn in der Zwischenzeit könnte ja etwas zu fressen aufgetaucht sein. Und siehe da, Frauchen hat Verständnis für die hündischen Bedürfnisse und rückt ein grosses Stück Trockenfisch heraus. Das nennt man Lebensqualität!!

Samojeden in Gruppe

Mittlerweile ist es Nachmittag und schon wieder Zeit die Lebensgeister aufzufrischen, also erst mal eine Runde Erholung (kauen macht müde!) und die Augen zugemacht. Nachdem der Bauch mehrmals von einer Seite auf die andere gedreht wurde kommt das Bedürfnis nach Aktivität auf. Nun geht’s aber los, entweder mit Freunden spielen oder an der Zugleine vor dem Trottinett und meistens mit einer ganzen Horde Kumpane einfach herumsausen auf den Feldern, in den Bächen und wenn man schnell genug reagiert sogar auf den frisch gedüngten Feldern – daran hat mein Frauchen am meisten Freude weil ich dann so schön braun bin und extravagant rieche!!

Samojede

Der Nachteil davon ist nur, dass die Menschen dafür kein Verständnis haben und mich danach in die Badewanne stecken – mit ganz viel Schaum rubbeln und rubbeln und zwischendurch auch mal stöhnen. Vielleicht weil’s soo gut riecht? Aber das ist ja nicht der normale Alltag mit dieser Baderei sondern nur mal hin und wieder, wenn’s mich einfach überkommt.
Ansonsten bin ich ganz lieb und mit dem Gehorsam läufts auch ganz gut. Zwischendurch kann ich einfach nichts hören, Distanz schafft Nähe und meine Familie versteht mein Ausreisserbedürfnis solange ich erreichbar bleibe.

Wieder zurück in meinem Garten lege ich mich erst mal hin, zum abdampfen und verschnaufen. Ich weiss ja, danach gibt’s endlich richtig was zu futtern, Fleisch und all so ein Zeug was richtig gesund sein soll. Ich bin nicht heikel und fresse alles wenn’s denn schmeckt!

Um 22.00h geht’s nochmals raus an die Luft nachdem ich ausgiebig mit Herrchen gespielt und getobt habe. Leider ist er immer nur Abends hier – aber dann Freunde – dann geniesse ich ihn! Nachdem ich das letzte Mal für diesen Tag meine Bedürfnisse erledigen konnte ist wirklich Zeit, mich auf meine Matratze zu lümmeln und mich von Frauchen in den Schlaf streicheln zu lassen.