Der Beginn von Ivory Samoyed of four winds

Im Jahre 2002 besuchten wir die Hundeausstellung in Basel. Viele Rassen waren zu bestaunen und man wusste erstmal nicht, wohin man sehen sollte. Bis wir zweiwunderschöne, Bisquit farbene Hunde erblickten welche ruhig und gelassen in die Menschenmenge schauten. Wir waren völlig fasziniert ob den beiden Schönheiten und konnten den Blick nicht mehr abwenden. Nach einer kleinen Weile getrauten wir uns die Besitzerinnen zu fragen, ob wir die Tiere anfassen dürften. Nachdem dies bejaht wurde gingen wir auf die Hunde zu und hielten ihnen unsere Hände hin. Sofort wurden beide zutraulich und liessen sich gerne von uns verwöhnen.
In einem Gespräch mit den Eigentümerinnen stellte sich heraus, dass die Rasse “Samojede” genannt wurde und zur FCI Kategorie 5 – Urhunde – Schlittenhunde gezählt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war uns einzig klar, dass diese Hunde entgegen unseren Vorlieben, den Winter und die Kälte lieben würden und sich am liebsten immer im Freien aufhalten möchten.

Wir gingen dann noch etwas weiter aber das Interesse an anderen Rassen war nicht mehr richtig vorhanden. Also verliessen wir die Ausstellung und machten uns auf den Heimweg.
Einige Zeit später war das Thema Hund wieder auf dem Tapet, ich wünschte mir ja schliesslich schon lange Zeit einen eigenen. Mein Mann sagte sofort, dass die Samojeden in Basel ihm schon sehr gefallen hätten und er gerne mehr über diese Tiere wissen möchte. Also wurden Bücher angeschafft (auf deutsch gibt es praktisch keine) ein kynologischer Hundeatlas studiert und schliesslich auch Andrea Eicher kontaktiert, welche als Rassezuchtwartin sicher am meisten Hintergrundwissen zu diesen Tieren besitzt. Zu unserem unfassbaren Glück lebten zu diesem Zeitpunkt die ersten Welpen von ihrer Hündin Suka in ihrem Haushalt und wir wurden herzlich eingeladen, doch vorbeizukommen und mal ein Auge und ein Ohr voll zu konsumieren. Was hätte uns mehr Freude bereiten können als diese Einladung! Gesagt – getan und am Samstag waren wir dann auch schon da. Es war allerliebst die Kleinen im Arm zu halten, sie quitschten und schrien und kämpften als wären sie schon richtig grosse Hunde. Wenn man ein Samojedenbaby auf dem Arm hat ist man hin und weg und will nur noch eines: Selber eines haben!
Das wurde von uns noch am selben Tag beschlossen und wir machten uns auf die Suche nach einer rassegerechten, gesunden und freundlichen Hündin. Aber aller Anfang ist schwer und Hündinnen sind wesentlich schwerer zu bekommen als Rüden. Man sagt, sie seien einfacher in der Haltung. Ob dies zutrifft kann sicher nicht allgemeinverbindlich bejaht werden. Es kommt hier wie überall zum grossen Teil darauf an, ob das Tier genügend soziale Kontakte pflegen und sich auch mal auspowern kann.

Ein Welpe wurde uns in Aussicht gestellt und wir freuten uns wie kleine Kinder auf das neue Familienmitglied. Gross war die Enttäuschung als wir vernehmen mussten, dass die Hündin leer geblieben war. Hatte ich doch zum Datum des Einzugs des Welpen extra meinen Arbeitsplatz gekündigt um auch wirklich immer für die Kleine da zu sein. In einem traurigen Telefonat mit Andrea klagten wir unser Leid und fragten nach, ob es denn wirklich keine Hündin zu kaufen gäbe. Am gleichen Abend klingelte unser Telefon und Andrea verwies uns auf eine Homepage in Frankreich, ein Welpe Namens Udine sei noch zu kaufen wenn wir uns beeilen würden. Sofort nachgeschaut und entzückt, die Kleine war ja zuckersüss und laut Andrea auch ohne Bedenken zu kaufen. Wir sagten sofort zu und Andrea fädelte mit der Züchterin alles ein.
Eine Woche später waren wir in Frankreich und hielten unsere Ure ut Udine de Sanna Gourska, 9 Wochen alt und wunderschön, in den Händen. Nachdem wir alles schriftliche geregelt und uns bei der Züchterin, Nadege Dubois, entsprechend bedankt hatten, gings auf die grosse Fahrt nach Hause. Udine blieb die ganze Zeit auf meinem Schoss und schaute mit grossen Augen meinem Mann Hans-Ruedi beim Autofahren zu. Seit diesem Zeitpunkt ist es so, dass Udine immer wenn er Zuhause ist, sich bei ihm aufhält und ihm zeigt, wie sehr sie ihn mag.
So kamen wir zu unserer ersten Samojedenhündin und wussten noch nicht, dass dies erst der Anfang war !!